Ich finde keinen Platz für eine Psychotherapie! – Drei Risiken, die dir lieber nicht passieren dürfen

Es heißt doch, dass man Monate auf einen freien Platz für eine Psychotherapie warten muss.“, sagte mir Juliana* ganz nachdenklich im Gespräch. Und weiter: „Macht es überhaupt Sinn, wenn ich mich um eine Therapie bemühe? Ich finde doch sowieso keinen Platz.“

Wie gut sind die Aussichten auf einen Psychotherapieplatz? Tja, leider immer noch nicht besonders gut. Trotz der psychotherapeutischen Sprechstunde müssen Hilfesuchende im Schnitt zwischen einem und sechs Monaten warten. Oder auch länger... Eine richtige Geduldsprobe. Und noch viel mehr als das…

Wenn es dir (oder jemandem, den du kennst) ähnlich geht, möchte ich dich mit diesem Artikel auf ein paar Risiken aufmerksam machen. Risiken, was passieren kann, wenn du keinen Platz für eine Psychotherapie findest. Risiken, was passieren kann, wenn du auf deinen Belastungen und Beschwerden alleine sitzen bleibst.

Mein Ziel ist es, dich für diese Risiken bewusster werden zu lassen. Damit du sie überdenken kannst und für dich zu minimieren versuchst.

Hier kannst du den vollständigen Artikel lesen.

Die drei Risiken in Kürze:

>> 1. Abwärtsspirale

Nun stell dir vor, du gehörst zu den Menschen, die sich recht spät für eine Psychotherapie entscheiden. Leidensdruck ist längst kein Fremdwort für dich. Und nun kriegst du mit, wie lange es dauert, bis du einen freien Therapieplatz ergatterst… puh. Allein diese Ausgangssituation ist schwierig.

Stell dir weiter vor, wie du versuchst in der Zwischenzeit weiter zu funktionieren. Ein möglichst unauffälliges, normales Leben aufrecht zu erhalten. Einfach durchzuhalten. Denn ein Indianer kennt keinen Schmerz und nur die Harten kommen in den Garten oder? Vielleicht wurde auch dir schon früh beigebracht stark zu sein und die Zähne zusammenzubeißen?

Aber was bleibt dir auch anderes übrig? Du hoffst, dass die Zeit deine Wunden heilen wird. Dass deine Belastungen irgendwann (von alleine) besser werden. Dass du dich wieder in den Griff kriegst…

Leider sorgen unser Durchhaltevermögen und unser Versuch zu funktionieren für das erste Folgerisiko. Die Abwärtsspirale.

>> 2. Resignation

Stell dir vor, wie du am Ende deiner Kräfte bist. Mit geringem Antrieb, wenig Kraft und gefühlt motivationslos. Du fühlst dich deiner Situation ausgeliefert. Irgendwann kommst du an einen Punkt, da fühlst du dich hilflos und überfordert. Deine bisherigen Versuche, deine Situation positiv zu beeinflussen, blieben ohne gewünschten Erfolg. Und so schleicht sich das Gefühl der Aussichtslosigkeit und Machtlosigkeit ein.

Dann daran zu glauben, dass du noch rechtzeitig einen Platz für eine Psychotherapie bekommst, ist schwierig. Vor allem, wenn du überall liest und hörst, wie zeitaufwändig und mühsam das ist.

Resignation kannst du dir wie eine innere Kapitulation vorstellen. Sie kann als Spätfolge während des Abgleitens in der Abwärtsspirale auftreten.

>> 3. Ablehnung

Das dritte Risiko lautet Ablehnung. Ablehnung bedeutet eine negative Haltung gegenüber Psychotherapie, Therapeuten oder generell dem Gesundheitssystem zu entwickeln.

So könnte das lauten:

    „Psychotherapie nützt doch sowieso nichts.“
    „Ich will nichts mit Therapie zu tun haben.“
    „Das Gesundheitssystem ist patientenfeindlich!“

Ablehnung entsteht, wenn man Vertrauen und Zuversicht verliert. Zuversicht doch noch Hilfe zu finden. Vertrauen in andere Menschen, die helfen wollen/können. Zuversicht und Vertrauen in eine bessere Zukunft.

Eine Folge ist, dass man aus Ablehnung heraus erst recht keinen Therapieplatz suchen will. Verwandte Gefühle sind Trotz und Sturheit. Ganz nach dem Motto „Die Mühe ist es nicht wert.“

Und nun?

In meinem Artikel gebe ich dir ein paar Anregungen, was du tun kannst, um diese Risiken für dich gering zu halten.

Schau dir am besten den kompletten Artikel an. Darin schreibe ich von Juliana, einem realen Fall. Ich habe (um ihre Identität zu schützen) natürlich ihren Namen verändert.

Hier kommst du zum ganzen Artikel: Ich finde keinen Platz für eine Psychotherapie! – Drei Risiken, die dir lieber nicht passieren dürfen

Danke für deine Zeit und Aufmerksamkeit!

Tatjana

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