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das lachen (Gedicht)

in einem dieser augenblicke in denen du nicht sicher bist ob das was du siehst wirklich passiert oder ob es nur das produkt deiner einbildung ist ein albtraum der dich schon jahrelang heimsucht der nun aber seinen schrecklichsten unausweichlichen höhepunkt erreicht hat

in solch einem moment sitzt du in einen pappkarton gezwängt dicht am rande des daches eines hohen gebäudes und spürst dass der sturm es endlich geschafft hat das eine ende des kartons anzuheben so dass er sich dem abgrund zuneigt

und weißt dass es diesmal anders ist

nicht so wie in den letzten nächten als dein lachen dich aus dem schlaf riss noch bevor du auf dem boden aufschlugst weil dir klar war dass es nur ein traum war der dich zwar ängstigte dir aber nichts anhaben konnte

nein so ist es diesmal nicht denn du spürst das zerren des windes in deinen haaren du bist sicher dass dein empfinden dich nicht trügt das dir sagt dass du tatsächlich kurz davorstehst den halt zu verlieren dass du fallen wirst dass du nichts dagegen tun kannst

weil du dich nicht bewegen kannst weil deine arme fest um deine beine geschlungen sind und deine schultern zwischen den starren wänden des kartons stecken so dass du nur den kopf bewegen kannst um in die tiefe unter dir zu starren die stumm auf dich wartet

lache! denkst du und versuchst dich auf etwas lustiges zu konzentrieren lache! beim letzten mal hat es doch auch geklappt aber der wind rast und deine haare wehen und der karton neigt sich weiter

als du stürzt löst sich ein lachen aus deiner brust von dem du eben noch nicht wusstest dass es da ist und dass es so wie du nur auf den sturz gewartet hat um dann hinaufzufahren und dich mit sich zu reißen

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