Schön, dass du da bist! 

Ich weiss das sehr zu schätzen, und möchte diesen Monat einen tieferen Einblick in meine Arbeit mit dir teilen.

Aktuell arbeite ich an einem neuen Bild, dass ich von Anfang an dokumentiert habe, um für dich exklusiv den gesammten Prozess zusammenstellen zu können. Dies ist Teil 1, es wird auch noch Teil 2 geben. 

Ich hoffe es gefällt dir und zeigt dir wie ich bei der Entwicklung meiner Bilder vorgehe.

Dieser Beitrag wäre eigentlich in dem Supporter Paket, aber ich möchte dass du auch etwas davon hast, wenn du kein Paket abonniert hast. Daher mache ich auch mal eine Ausnahme. 

Nun wünsch ich dir viel Vergnügen und lass mir bitte Feedback da, auch in Form von Kritik. Ich sehe das als Chance um mich zu verbessern, also keine Scheu!  Wenn du möchtest auch gerne per Email. kontakt@fraupfeiffer.art

Wie meine Bilder entstehen

Ich kann natürlich nur von mir sprechen, ich habe mir alles autodidaktisch angeeignet und bin mir dessen bewusst, dass meine Technik vielleicht nicht die korrekteste ist, aber für mich funktioniert sie gut und deshalb teile ich sie hier mit dir. Das ist kein Tutorial, sondern soll dir einen Einblick in die Art und Weise meiner Arbeit verschaffen.

Zuerst entscheide ich mich für ein Motiv bzw. ein Bildausschnitt, je nachdem. In diesem Fall ist es ein Auschnitt aus einem Akt-Porträt.

Dann überlege ich mir welchen Malgrund ich verwenden möchte, hier ist es eine bereits aufgespannte Leinwand, das Maß hier 30 x 45 cm aus Baumwolle.

Im ersten Schritt mache ich eine ganz grobe Skizze des Motivs direkt mit verdünnter Ölfarbe, manchmal kritzle ich auch zuerst auf einem kleinen Stück Papier um zu sehen wie es am besten auf meine Fläche passen könnte, aber in den meisten Fällen fang ich einfach direkt an.

Für die Skizzierung verwende ich immer einen Rost, oder Braunton. Die Materialliste findest du ganz unten. Ich verwende immer nur eine überschaubare Anzahl  an Farben, weil Einfachheit für mich ein Stilmittel ist.

Die Skizze ist wie gesagt sehr grob gehalten, soll auch nicht schön sein. Es geht einfach nur darum den Platz auf der Leinwand zu finden. Nach und nach, kann man noch alles ändern, das ist das schöne an Ölfarben. Man kann eigentlich immer korrigieren. Als nächstes suche ich mir die dunkelsten Stellen und blockier diese schon mal in der Farbe Umbra.

Helle Stellen lass ich erstmal blank, während ich alles was dazwischen liegt, also die Mitteltöne auch mit einem Ton der zwischen der dunkelsten und der hellsten Stelle liegt, blockiere. Ich nehme hier den Rost-ton, und verdünntes Umbra.

Langsam nimmt sie Gestalt an, aber wie man deutlich sieht stimmt hier noch einiges nicht. Im Laufe der Zeit werde ich noch ein paar anantomische Korrekturen machen. Ich bin also noch lange nicht fertig.

Für die dunkleren Stellen und Schattierungen nehme ich jetzt auch noch Elfenbeinschwarz dazu, weil ich unterwegs gemerkt habe dass, ich mit Umbra nicht das Ergebnis erzielen kann was ich mir wünsche.

An dieser Stelle ist es auch ratsam sich kurz dem Hintergrund zu widmen, denn dadurch verändert sich die komplette Bildsprache. Und man erkennt eventuelle Fehler leichter. Wie gesagt Ölfarben sind leicht zu korrigieren, dank ihrer langen Trockenzeit.

So hier ist nun der aktuelle Stand, ich habe im Gesicht und am Körper noch ein paar Veränderungen vorgenommen. Fertig ist sie aber trotzdem noch nicht. Ich werde zum Schluss noch ein paar Änderungen am Gesicht vornehmen, da gefällt mir einiges noch nicht, und vielleicht die Haare noch mehr herausarbeiten. Das zeig ich dir dann auch sobald ich fertig bin.

Hier ist noch die Materialliste für dich:

  • Royal Talens: Titanweiß, Transparent Oxid Rot, Umbra Natur, Elfenbeinschwarz, Gelber Ocker Hell
  • Lukas 2210 Balsam Terpentinöl, rein (zur Pinselreinigung)
  • Sennelier: Green for Oil Verdünnungsmittel (zur Farbverdünnung)
  • gepannte Leinwand 30 x 45 cm

Lass mir gerne Feedback da! Ich will unbedingt wissen was du denkst :)

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