Mehr Sichtbarkeit: Internationaler Preis für Architektinnen

Die Gründer*innen von „Diversity In Architecture“ in Venedig: Odile Decq, Dr. Ursula Schwitalla, Christiane Fath und Dirk Boll (v. l. n. r.). © Diversity In Architecture e. V.

Die im Juni 2021 in Berlin gegründete Non Profit Organisation „Diversity In Architecture“ gab anlässlich der 17. Architekturbiennale in Venedig bekannt, einen internationalen Preis für Architektinnen ins Leben zu rufen. „Ziel ist es, das Gleichgewicht zwischen ausgezeichneten Architektinnen und Architekten aktiv zu unterstützen und Role Models für die jüngere Generation der Architektinnen zu würdigen. Auf der Plattform Diversity In Architecture soll die Sichtbarkeit von Frauen in der Architektur gestärkt und die Synergien unter ihnen forciert werden“, sagte Ursula Schwitalla, Herausgeberin des Buches „Frauen in der Architektur“, das auf Einladung der Fondazione Berengo in Venedig vorgestellt wurde.

Schwitalla ist gemeinsam mit ihren Co-Autor*innen Odile Decq, Sol Camacho und Dirk Boll auch Initiatorin des neuen Architekturpreises. Sie fordert, dass noch viel mehr Architektinnen die gebührende Anerkennung erfahren müssen. Wie etwa Lina Bo Bardi, die posthum mit dem Goldenen Löwen der Biennale ausgezeichnet wird.

Zu den Gründungsmitgliedern des Vereins „Diversity In Architecture“ gehören unter anderen Odile Decq (Architektin), Martha Thorne (Co-Initiatorin der VOICES of WOMEN), Anna Heringer (Architektin), Angelika Fitz (Direktorin des Architekturzentrum Wien und Sol Camacho (Architektin und Cultural Director des Instituto Bardi / Casa de Vidro in São Paulo). Weitere Unterstützer sind Dr. Dirk Boll (Christies) und COPRO-Gründer Marc F. Kimmich: „Es ist überfällig, das baukulturelle Schaffen von Architektinnen und Stadtplanerinnen sichtbarer zu machen. Ihre Leistungen sind integraler Bestandteil unserer Kultur und geben wichtige Impulse für die großen gesellschaftlichen Umwälzungen, die auf uns zukommen. Die weibliche Sicht darauf ist nicht nur ein Gewinn, sondern ein Erfordernis“.

Der neue Preis soll 2023 erstmalig und international an Architektinnen vergeben werden. Das Kuratorium soll sich im Lauf des Jahres 2022 bilden: Kosmopolitisch, divers und international lautet die Vorgabe. Bevor die Nominierung der Jury für den Award beginnt, wird nach weiteren Mitstreiterinnen und Mitgliedern für den Verein gesucht. Anmeldungen können unter www.diversityinarchitecture.de erfolgen.

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