Zum Hauptinhalt springen

Für den Start: Was gehört in einen Online-Beitrag? 

Zur Erinnerung für mich, weil ich schon einige Woche nichts mehr geschrieben habe: Welche Elemente gehören nochmal in einen guten Online-Beitrag?

Natürilch kommt es immer darauf an. In einer News verwendest du andere Elemente als in einem Ratgeber-Artikel. Und wenn du einen persönlichen Blog schreibst, ist eh alles anders. Aber es gibt einige grundlegende Regeln. Und weil ich voller Entsetzen gesehen habe, dass ich diese gar nicht (mehr) auf meinem Contentman stehen habe, schreibe ich hier eine kleine Notiz an mich selbst. 

Woher kommt diese Regel?

Zum Teil ist es Erfahrung, zum Teil ist es Logik. Diese ist schnell erklärt: Während Leser:innen in Print-Produkten wie Zeitungen und Büchern ein wenig Zeit mitbringen, sich zurücklehnen und zu blättern beginnen, ist das online völlig anders. Du suchst etwas, findest möglicherweise etwas anderes und wirfst einen schnell Blick drauf. Und falls du nach dem ersten Blinzeln nicht das Gefühl hast, richtig zu sein, hat die Webseite verloren. 

Und das ist die Logik: Währen wir in Print etwas mehr Zeit haben, die Leser:innen zu gewinnen und zu informieren, haben wir es online mit unloyalen, hektischen Inhalts-Junkies zu tun. 

Einverstanden?

Was heißt das für die Textelemente?

Bevor unsere Leser:innen also lesen, gucken sie mal eben und überfliegen, was sie sehen. Das sind Headline, Einstieg und noch ein paar weiter Elemente (s.u.). Falls das, was sie sehen, vertrauenswürdig ist, scrollen sie ein wenig weiter und entscheiden dann, ob sie den Artikel lesen. Vermutlich werden sie dann nicht alles von oben nach unten lesen sondern nur das eine oder ander Kapitel.  

Und damit sollte das Vorgehen klar sein: Wir stecken unsere ganze Texter:innen-Magie in die kleinen Strukturtexte und helfen unseren Leser:innen mit allen Mitteln das zu finden, was sie JETZT brauchen. 

Hier eine sanft kommentierte Aufzählung von notwendigen Elementen: 

  • Dachzeile und Headline ergeben eine ausgewogene Kombination aus Themenangabe (mit Keyword, falls du SEO bist) und einem Leseanreiz. 
  • Der Einstieg fasst den folgenden Beitrag zusammen. Vielleicht gelingt dir ein Cliffhanger. Wenn nicht, ist auch nicht so schlimm. 
  • Eine Sprunmarkennavigation hilft bei der Orientierung und zeigt vor allem, wie umfassend der Beitrag ist. 
  • Der Text steckt natürlich voller Informationen und ist in sinnvolle Kapitel, Absätze und Sätze aufgeteilt. (dazu ein andermal mehr). 
  • Die Zwischenüberschriften (die auch in der Sprunmarkennavigation stehen) sind echte Headlines über die sinnvollen Kapitel des Textes. Jede:r kann also auch nur diesen einen Aspekt lesen, wenn die Zeit knapp ist. 
  • Ein Fazit rundet den Artikel ab und sagt, was die Leser:innen nun damit anfangen sollen. 

Ich arbeite darüber hinaus gerne mit Fettungen und Aufzählungen. Wenn es ein Video gibt, ist das prima. Und jede Verlinkung zu einer Quelle oder einem weiterführenden Beitrag ist willkommen. 

Das ist alles?

Nein! Doch das ist schonmal ein guter Start. Wenn du deine Beiträge (egal, welche) so angehst, wird das Ergebnis mindestens "in Ordnung" sein.