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SEO, miese Twitter-Impulse und die Frage "Gehen" oder "gehen"?

Newsletter vom 21. August 2022

Schlechte Gründe für einen Tweet

Was lässt uns twittern? Als ich in dieser Woche (trotz meines Nachrichten-Moratoriums, aber beruflich muss ich manchmal reinschauen) von der Mehrwertsteuer-Senkung für Gas las, hatte ich den nahezu körperlichen Wunsch, meine Frust darüber in in einen Tweet zu pressen. Hier einige Gründe, die für diese Drang verantwortlich waren: 

  • Ich wollte gehört werden in meinem Frust
  • Ich möchte dafür sorgen, dass andere das so sehen wie ich
  • Ich, nun, will klugscheißen (ich hatte eine echt schlauen Twist dazu)
  • Ich möchte für die richtige Meinung und den Durchblick gelobt zu werden

Anders gesagt: Es gab keinen GUTEN Grund, diesen Tweet zu schreiben. Ich wollte niemanden informieren, unterhalten oder etwas Neues in die Welt bringen. Nur Frust, Klugscheißerei und der Schrei nach Anerkennung. Ich schäme mich nicht dafür, weil das menschliche Gefühle sind. Ich bin aber entsetzt, weil ich nun befürchte, dass Twitter ausschließlich auf solchen miesen Werten entsteht. Also noch toxischer ist, als ich dachte.  

Überzeuge mich vom Gegenteil: Was sind deine Gründe, etwas zu posten? Was sind deine "guten" Gründe?

Meine Rechtschreibung: "Gehen" oder "gehen"?

Frage aus meinem Nachbarbüro: "Wie schreiben wir 'gehen' in '60 Meter gehen und dann 5 Minuten Pause'?" Anbei meine Antwort, mit der Bitte an euch, diese zu kommentieren: 

Klare Fälle sind: "Wir gehen 60 Meter nach vorne." Darin wird das Wort "gehen" als Verb verwendet. Bei der Sportart "10-km-Gehen" ist es ein Name für eine ulkige Sportart und würde deshalb groß geschrieben. Lautete der Satz  "morgen gehen wir zum Gehen" wäre es vorne ein Verb und hinten dank des "zum" eine Substantivierung – die groß geschrieben wird. 

Deshalb habe ich die Antwort "klein, also 'gehen'" eingecheckt. Denn hier wird das Wort als Verb verwendet, da es den Namen "60 Meter Gehen" wohl nicht gibt und zur Substantivierung das "zum" fehlt. 

Ich hoffe, das macht Sinn. Findest du darin einen Fehler? 

Und nun zu: SEO

Irgenwie dachte ich ja, dass ich nach 12 Jahren mit dem Kapitel "SEO" weitgehend abgeschlossen habe. Im Job gibt es hervorragende Technik-SEOs und beim Content haben wir Google eh auf unserer Seite. In meinen Seminaren spielt Suchmaschinen-Optimierung auch eine untergeordnete Rolle, weil ich mit bestem Gewissen auf andere Trainer verweisen kann. Und doch: Ein Produkt zum "Professionell digital schreiben" MUSS natürlich ein SEO-Kapitel haben. Damit ich das hinter mich bringe, habe ich den ersten Teil dazu in dieser Woche geschrieben. 

 In diesem Teil geht es um meine grundsätzliche Haltung, die sich recht knapp zusammenfassen lässt: "Finger weg von allen Tricks und alten SEO-Mythen. Mache Google zu deinem Verbündeten indem du das lieferst, was die Suchmaschine am meisten braucht: Antworten auf die Fragen der Nutzer:Innen. Und zwar keine Standard-Antworten." 

Natürlich muss ich noch mehr über SEO schreiben. In den nächsten Teilen werde ich einen schnellen Workflow vorstellen, mit dem du schnell die Fragen der Nutzer:innen findest.. Dann gehe ich auf die typischen Biases der professionellen SEOs ein. Das ist nicht als Bashing gedacht sondern als Leitfaden, wie du Aussagen wie "ein guter SEO-Text enthält mehr als 1.000 Wörter" oder ähnlichem Quatsch einordnen kanst. 

Naja, vielleicht mache ich daraus auch einen Inhalt hinter der Bezahlschranke. Es muss ja hier nicht alles frei erhältlich sein. Und mein Abo kannst du ohnehin 30 Tage lang kostenlos testen. Schau hier. 

Und was macht der Umzug?

Meine Tests rund um den Umzug von WordPress hierher, nehmen an Ernsthaftigkeit zu: Ich habe einen ziemlich starken Beitrag von dort hierher gehoben und per 301 umgeleitet. Mal sehen, wie sich der Traffic entwickelt...

Es geht übrigens um "Journaling" – möglicherweise auch für dich ein schöne, tägliche Routine. 

Soweit für diese Woche

fröhliche Grüße 

Eric

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