Morgenseiten 2.5.20

Ich beschreibe mein Down, meine Muster und meine morgendlichen und nächtlichen Prozesse.

Gestern doch wieder einem alten Anteil gefolgt und zur Oranienstr. im SO36 gefahren. Habe meine langjährigste Beziehung getroffen, konnte aber nicht in Beziehung gehen, weil dazu alles zu war und die Energie im Raum hoch. Schon auf die höflich gemeinte Frage wie geht es dir, spürte ich einfach nur Trennung/Dissoziation. Ich glaube von mir, dass es mir nicht gut tut in solch Räumen mit Linksradikalen unterwegs zu sein, auch wenn es Anteile in mir gibt, die geil auf die Fremdenergie sind. Letztendlich sucke ich die Fremdenergie, um mich selbst nicht spüren zu müssen. War mit nem Kumpel unterwegs, der mich auch eingeladen hatte heute auf die Querfrontdemonstration zu gehen. Witzigerweise, kenne ich viel mehr Menschen, die dahingehen, auch Leute, die mir nah sind als zu linken 1.Mai Demos. Ein Rainbow-Bruder habe ich noch getroffen, bei dem ich auch hier in Berlin öfters an Workshops teilgenommen habe. Ein spiritueller Freigeist, trotz Unterschieden im Weltbild konnte ich gut mit ihm connecten. Er war mit ner Frau da, die er aufm Rainbow kennenlernte. Sie war keine Deutsche und es war krass spürbar. Sie war voll lieb, lächelte aus einer Herzfrequenz und war so gar in den intellektuellen Frequenzen unterwegs, wo Deutsche Frauen sich in der Regel aufhalten. Das war sonderbar angenehm.

Auf dem Nach Hause Weg mussten wir drei U-Bahn-Stationen laufen, weil der Bus-Ersatzverkehr nicht lief. Ich war erschöpft, spürte physische Schmerzen in den Waden und bemerkte über Feldwahrnehmung, dass mein Inneres Kind rumjammern wollte. Dies allein wahrzunehmen ist aber noch kein Halt. Es waren ungehaltene Schmerzen, ich ging über meine Grenzen und das wird vermutlich Folgen haben für mein Physisches System, weil sich der Übergriff festsetzt und auch wenn ich mein Inneres Kind wahrnehmen konnte, konnte ich diesem Jammern keinen inneren Raum bieten, so dass das Jammern als Gefühl in mir fließt und wärmt. Es blieb ein ungehaltens, ungeliebtes Bedürfnis meines Inneren Kindes, was weiter ein Schattendasein fristet. Zuviele auch spirituelle Programme, die Jammern bewerten und abspalten. Auch Erwachsene erziehen aus Genervtheit oder einem Denken, dass es falsch ist Kinder dazu nicht zu jammern, obwohl es einfach auch ein Ausdruck in diesem Universum ist und Kinder Liebe und Halt beim Jammern brauchen. Es quält sie ja irgendwas, das gesehen werden will. Da ist eine Grenze, die nicht beachtet wird. Aber nein, es geht um Anstand und Funktionieren. Und es geht auch nicht darum das Jammern zu loben und zu bejahen und zu fördern, sondern diesen Hilfeschrei ernst zu nehmen, innehalten und das was dahinter in diesem Moment gesehen werden will zu sehen. Ich habe diese Kompetenzen noch nicht, weil mir die inneren liebevollen und haltenden Erwachsenen fehlen. Und ich kann ganz toll über das Jammern reflektieren anstatt es mir einfach selbst zu halten. In manchen Prozessen bin ich damit in Kontakt gekommen, aber ich hielt es nicht lange aus mit dieser Energie zu stayen, was notwendig ist, um tiefer zu kommen. Die Dissoziation, das wegspringen war zu stark.

Ich habe eine Sendung in der ARD-Mediathek begonnen, weil da ein befreundeter Schauspieler mitspielt. Der Film hat mich gelangweilt, ich war erschöpft ohne müde zu und machte nach 20min aus, um mich der Nacht hinzugeben. Ich bemerke, dass sich durch das Schreiben mein Suchtverhalten ändert und ich viel früher schlafen gehe. Normalerweise macht mich diese Dissoziation am Bildschirm wach und ich schaue immer sehr lange, bis ich so müde bin, dass ich direkt vom  Suchten einschlafe, um ja keine lange Einschlafphase zu haben um lange in den Tag hineinzuschlafen. Das hat sich jetzt verändert. Die Einschlafphasen sind viel länger und ich habe keine Kraft, keinen Bock mehr mich mit Serien/Filmen abzulenken. Mein Mentalkörper ist nicht mehr fokussiert und ich muss dann die ganze Zeit diese quälende Leere und das Nichts mitbekommen und die Dissoziationen. OK, ich nutze dann die Zeit, um mich zu regulieren. Langsam atme ich in den Körper und hole über viele Minuten Anteile aus der Aura in den Körper und beruhige mich. Mein Nervensystem ist permanent drüber. Es frustriert mich und ich brauche da echt Hilfe, das kann jetzt echt nicht Wochen und Jahre so weiter gehen. Meine emotionale Selbstregulierung ist ne Katastrophe. Das was Kinder halt so lernen, wenn sie Halt und Liebe bekommen und gespiegelt werden und Grenzen erfahren. Ich habe Lieblosigkeit erfahren, weil in mein System hineinprojiziert wurde und Grenzenlosigkeit, weil ich nicht gehalten wurde und abspacen durfte, fliehen durfte aus meinem dunklen inneren Raum, der dunkel wurde, weil er nicht gesehen, angenommen oder gar geliebt wurde. Ich habe keine Energie bekommen, meine wurde gesuckt. Und es kotzt mich an zu beobachten, dass ich an der Story festhalte, festhalten muss.

Ich träume wieder mehr, seit ich schreibe. Ich sehe mich in einer Art Sozialpädagogenrolle. Unzuverlässig, ich komme zu spät, ich kann nicht connecten, weil mein Bewusstsein identitär ganz woanders ist und ich beobachte, wie ich mit meiner Dissoziation eine Rolle kreiere. Aber ich bin parallel immer da oben in meinem Mental Dissoziierten Bewusstsein. Ich schaue von oben auf die Welt. Ich bin nicht demütig, bin nicht in Beziehung zu meinen Kolleg_innen und ich kann die Klient_innen nicht halten. Wir sind in einer abgespacten Welt Berge in der Luft und im Boden ein Loch und 100e Meter tief eine Wiese. Die Kinder spielen und irgendwas fällt durch das Loch nach unten. Eigentlich ist es gefährlich. Da liegt Stroh, ein nicht-menschliches Klientenwesen entspannt sich dort. Ich bin verantwortlich für es. Es kommt ein ehrlicher Moment. Ich kann die Verantwortung für dich nicht tragen. Im Traum verschwindet dieses Wesen und ich lege mich an seine Stelle in das Stroh und gebe mich hin. Es gibt einen Teil in mir, der Betreuung braucht. In dieser Matrix darf das nicht wahr sein. Da bin ich der erwachsene, der Studierte Sozialarbeiter, der Coach, der Intelligente usw. und theoretisch habe ich ja die Fähigkeiten zu überleben in dieser Gesellschaft. ich kann mir die Regeln mental aneignen und dann ihnen folgen und funktionieren oder opponieren und Konflikte kreieren. Ich bin scheinbar frei und es ist alles eine Frage einer Vernunftentscheidung. Und dennoch ist dieser Mangel da, die Betreuung, die ein Kind verdient hat, nicht bekommen zu haben. Und es schockiert mich gerade selber diese Worte zu schreiben und ich bemerke, wie ich die einordnen, bewerten und verdrängen will, wie ich diesen Mangel nicht wahrhaben will und funktionieren will. So wie meine Mutter ja auch nur funktioniert hat, die diesen Mangel aber im System hatte, weil sie auch keine Ädaquate Betreuung als Kind bekommen hat und sich ihr Mangel in mein System gezogen hat.

Ganz zu schweigen von meinem Vater für den offensichtlich auch keine Verantwortung übernommen wurde und der ein Kind zeugt für das er keine Verantwortung tragen kann.

Ich fantasiere wenn ich mich für meine Störungen aufmache auch immer in Richtung stationäre Unterbringung. Aber ich verwerfe diesen Gedanken schnell wieder, die Hürden sind groß. Ich muss zum Arzt mir eine Krankenhausüberweisung holen und einen 70Seiten Antrag für Heiligenfeld ausfüllen, die auf ihrer Website bspw. Spezialisierung für Hochsensibilität zu stehen haben. Der Punkt ist mir wichtig. Ich habe Widerstand gegen das Schulmedizinische System, glaube nicht, dass die mich verstehen, habe Angst vor ihren Negierungen und Diagnosen, habe Angst, dass sie es mit Medikamentenbetäubung lösen wollen. Die Wartezeiten sind 4 bis 24 Monate. Der Scheißantrag liegt seit 2 Jahren unbearbeitet bei mir. Hätte ich ihn mal vor 2 Jahren abgeschickt, wenn ich innerhalb von einer Wochen bürokratiehürdenfrei Stationär gehen könnte, dann würde ich es machen. Ich habe ne fucking dissoziative Persönlichkeitsstörung. Aber bis ich die Hürden genommen habe, diese Hürden zu meistern, bin ich wieder so in meiner Funktionialität (“hohe Funktionalität” steht in dem Bericht einer Therapeutin, bei der ich mal drei Jahre lang war), in einer manischen oder narzisstischen Phase, wo ich mir denke, ich schaffe das auch alleine und in vier Monate bin ich von alleine geheilt. Vielleicht bin ich das, vielleicht ist es ein Fehler den stationären Weg zu gehen, weil ich ja jetzt eigentlichen von meinem weltlichen Ego, den Weg des Geldverdienens und des Passiven Einkommens gehen will.

Heute Morgen wache ich auf. Ich bin betäubt und erschöpft. Ich nutze den Fakt, dass mein Mentalkörper runtergefahren ist und noch nicht so in den Supermoderator im Superego dissoziiert bin und synchronisiere meinen Dunklen Raum. ich schaffe es mich mit ihm zu connecten. Es gibt einen dunklen Raum, der mich erdet und hält, der aus meinem Becken und Steißbein kommt. Dieser wird von mentaler Energie von oben blockiert. Der Mentalkörper, die kontrolle hat sich in meinem Oberkörper festgesetzt. Ich hatte dazu schon Prozesse in Aufstellungen, wo die Urwut, die von unten kommt, die feige Kontrolle, die von oben kommt einfach nur anschreit. Aber mein System entscheidet sich weiterhin für die Kontrolle.

Ein paar Nächte zuvor hatte ich in dieser Morgentrance endlich mal Kontakt zu meiner Zerstörungskraft/-Lust von der ich weiß, dass ich sie dissoziiere, weil ich natürlich Angst habe. Ich war in einem Porzellangeschäft und zerstört alle Vitrinen und Scheiben und die Sachen. Ich bin so ausgetickt. Im Selben Geschäft, war aber eine Frau, ich vermute, die innere Frau und die habe ich miterwischt, das ist genau das, was ich mit Kontrolle vermeiden wollte. In dieser geistigen Welt Trance passierte ihr aber nichts, klar hat sie meine Zerstörungskraft abbekommen, aber sie kann nicht verletzt werden oder verschwinden. Und es war schön, dass sie in einer Art mich sehenden Kontakt mit mir ging nachdem meine Rage vorbei war.

Letzte Nacht habe ich meine Kontrolle synchronisiert. Seit der Aufstellung Urkraft vs Kontrolle habe ich ein Programm installiert das in Widerstand zur Kontrolle in mir ist und glaubte ich müsse mich von ihr befreien und zu heilen. Verbunden ist es mit Aufwachfantasien und Vorstellungen, dass ich glaube, dass es im aufgewachten Zustand keine Kontrolle mehr gibt und ich nur den Impulsen aus dem Moment folge. Kontrolle assoziiere ich auch immer mit im Widerstand mit etwas sein, was im Moment aber ausdruck haben möchte. Ich kreiere Heilungsfantasien, wo ich mich Frauen und vielleicht irgendwann auch mal Männern so weit hingeben kann, dass ich mich zu 100% Fallen lassen kann. Vielleicht ein Wunsch vom inneren traumatisierten Baby, das ja noch keine Kontrolle hat. In einem Gespräch am Montag, mit einem Externen von einer Männergruppe, hieß es nochmal ganz klar, dass der Mann die Kontrolle über den Prozess immer behält. Meine Feldwahrnehmungen sind da nicht so erwünscht. Und ich finde es toxisch, wenn ein gestörter Mann, die Kontrolle über den Prozess behält, weil seine Kontrolle ist ja vielleicht Teil des Themas und er wird solange er die Kontrolle behält nicht hinter das Thema schauen können, warum er die Kontrolle kreiert. Naja Kontrolle ist nen gewaltig komplexes Thema. Was aber passiert ist, dass ich mein Pattern es loswerden zu wollen dadurch ersetzte, dass die Kontrolle vom Mentalkörper runtersackte Richtung Drittes Chakra und ich neu in Beziehung gehen konnte. Die Kontrolle wurde gehalten in dem Prozess und hatte dort klare Aufgaben, den Inneren Raum zusammenzuhalten. Ich denke, es hat sich was verändert dadurch. Aber ich denke in meiner Alltagsidentität springe ich noch hoch in das Alte Muster, ich kenne jetzt aber ne neue Ausrichtung, nur für die muss ich viel ruhiger und spüriger werden.

Heute Morgen spürte ich ne Art Depression. Ich sah verschiedene Typen von Menschen, die sich entfalten. Sportler über den Körper. Gefühlsmenschen über Kreativität, Musik oder auch Sexualität, Machtmenschen bauen Strukturen, Häuser oder sind im Job erfolgreich, Herzmenschen leben Beziehungen und es gibt Speaker. All diese Facetten sind bei mir gestört. Ich hänge nur in meinem Talent Analyse und Reflektion und Wahrnehmung hier oberhalb meines Mentalkörpers fest. Es ist frustrierend, weil es sich ungeerdet anfühlt und ich es auch nicht monetarisieren kann und weil es meinen Körper und mein Herz jetzt auch nicht so sehr berührt. Ich sackte tiefer und connecte mit der Dunkelheit im Steißbein. Es ist eine angenehme Dunkelheit vor der mein kontrollierendes System Angst hat, es ist aber verbunden mit eigenem Halt und eigener Urkraft. Das Steißbein steht für Rückgrat, zu sich stehen und Entscheidungen treffen. Würde ich gerne, nur mein Software für Entscheidungen treffen hat einige Bugs. In der Dunkelheit spürte ich den Satz, dass ich gerade scheiße dran bin und nicht weiß welche Entscheidungen ich treffen soll. Es fühlte sich erdend an und connectend mit einer dissoziierten Wahrheit. Mein Bewusstsein wollte hoch in den Mentalkörper jumpen und nach Lösungen suchen, um das nicht fühlen zu müssen, aber ich war in nem State, wo ich mit der unangenehmen Wahrheit stayen konnte. Ich synchronisierte noch ein paar andere Anteile in meinem Raum, bspw, die weibliche Seite und die männliche. Ich lag bestimmt weit über eine Stunde in diesem Halbschlafstate, meine Erinnerung ist auch so schwach wie in Bezug auf Träume. Ich glaube, dass ich in die Nähe eines Gefühls begleitet wurde, dann kam aber noch mein Dämon und hinderte mich daran zu fühlen. Das spiegelt mir wider, dass mein System noch nicht stark genug war, das Gefühl zu halten.

Irgendwann war ich aus dem Halbschlaf raus und nach nem Facebookcheck habe ich mich dankenswerter Weise an diese Morgenseiten gemacht. Boah ist das viel und ich bin so dankbar, dass ich das rausschreibe. Und ich bleibe in der Einstellung fuck it, ich bin ein, zwar gestörter Teil, dieses Matrix, aber auch ich darf mich zeigen. Verzeiht mir meine Grenzenlosigkeit und meine nicht-selbstregulierungsfähigkeiten und danke, wenn ihr bis hier hin gelesen habt. Es ist jetzt 14:23 un dich gehe vermutlich jetzt hoch in meine alten Muster und gehe auf die Querfrontdemo, um rauszukomme, über meine Grenzen zu gehen und um nen paar Freund_innen zu treffen. Und wer das Klischee erfüllt haben wollte, dass da nur gestörte hingehen, hier bitteschön. Und schön, dass die Gestörten die Fähigkeit haben, Sachen zu sehen, welche die nicht-gestörten in einem gestörten System nicht sehen können.

Aho.

Ich liebe diese Synchronizitäten im Feld. Direkt nach dem Feld srcolle ich kurz durch die Facebooktimeline und sehe diese beiden Postings, die ich teilen möchte:

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